Michael Maria Ziffels

Komponist & Musiker

»Das höchste Ziel der Musik besteht darin, das Wesen des Universums zu enthüllen«

(Ravi Shankar)

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Foto: Jan Florian Kirchhoff • letzte Änderung am 15.04.2014 15:26



Musik


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Elektronische Musik

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auch Chorwerke

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elektronische Musik

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ŒVRE · 2013 — 1984

Werkverzeichnis nach Jahren sortiert

2014

Homohass ist unchristlich — für Chor (SATB) und Posaunenchor | Text: Robert Cremer (Dipl. Theologe) — UA: Berlin, 8. Juni 2014


Die Antwort lautet 42 — für Baritonhorn und Computer

Gesang der Schönheit — 100 min — für Orchester, Solisten, Chor und Orgel mit Liveelektronik | Text: Juan de la Cruz

2013

Night on Earth — 8 min — Videokunst — Video: Aage Langhelle

2012

Magnifikat — 10 min — für Chor SATB, Orgel und 4 Blechbläser

2011

freies Geleit — Lied für tiefe Stimme und Orgel

Hymnus des Markus

Schlimme Post — Filmmusik für einen Film von Martin Meyer

2010

Hymnus des Robert

Variationen über den Namen »KWADZO« — für Klavier

Entspannungs CD mit Abdul Helal | Release 2013

Panta Rhei ein Film von Marc Peisker

2009

Alienorgel

Hymnus des Abdul

7+1ne Sünde | Instrumentalfassung >

2008

des Atems Wege — 10 min | für drei B-Trompeten, 3 Hörner in F und 3 Posaunen

2007

Quellenkind, Sinfonische Dichtung in 5 Bildern — 40 min für großes Orchester, nach einem Märchen von Robert Cremer

Hymnus der Ina Marie — 8 min für Stromflöte und Elektronik

2006

CD Release HaDi »wenn es dich nicht gäbe« Instrumentation und Produktion

CD Release boytronic dependence — 03.2006 | Mitwirkender Keyboarder, Stromflöte und Streicherarrangements

The Art of Seduction — 8 min — UA Montreal | Kurzfilm von Bernhard Beutler | Filmmusik und Produktion

2005

Tango de Berlin nach Tangokompositionen von Caspar Réne Hirschfeld für Violine, Schlagzeug, Ensemble und Computer

7+1ne Sünde — 90 min | 8 Lieder mit einem Vorspiel | für Schlagzeug, Ensemble, Sprecher, Sänger und Computer | Text: Ina Marie Herr

2004

das Dunkel vor der Schau — 14 min für großes Orchester, auch Klavier

es ist ein Landeanflug — 25 min — UA Festhalle Viersen für Sprecher, Klavier, Zuspielband und interaktive Videoinstallation | Text: Götz Müller-Zimmermann | Video: David Althammer

frauenträume — 60 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin | Experimentalfilm zusammen mit Götz Müller-Zimmermann | Text: Götz Müller-Zimmermann, Sprecher: Werner Pohlenz

interruped device — 23 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Klavier, Saxophon, Bassklarinette und Liveelektronik

auditive diagnose 2004 — 120 min für Tonband | Realisierung @ meerkanal Studio

2003

Konzert für ePiano — 35 min

boddyvilledeluxe »familienidyll« — 23 min — UA Industriemuseum Brandenburg für Sprecher, Video + Tonband | Text: Götz Müller-Zimmermann

weitere Aufführungen: Luxemburg, Theaterfestival Prag, Festhalle Viersen, SO36 Berlin

the spy who only loves socks — 2 min | Titelmusik | luxure Filmproduktion

2002

sieben Bagatellen — 12 min für Klavier

no|tek|no #II — 15 min für Orchester

2001

nachHALL II — 23 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Stromflöte, Liveelektronik + Video | Video: David Althammer

der süssliche Duft der Sirene II — 12 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Mezzosopran, Stromflöte, Liveelektronik + Video

2000

nachHALL — 16 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Stromflöte, Liveelektronik + Video

kontamination — 30–60 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Klavier, Stromflöte, Liveelektronik, Tonband + Video

echo|sensor|performance — 32 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Klavier, Stromflöte, Liveelektronik und Elektrische Gitarre

CD-Release SENSOR »sein name sei gantenbein« — 65 min für Stromflöte, Liveelektronik, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug

1999

chronos — 18 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Stromflöte, Tonband + Video Video David Althammer

auditive diagnose — 118 min — UA Parchoialkirche Berlin für Stromflöte, Klavier, Tonband, Gesang, Violine + Licht

1998

die verminderte und die übermäßige — 18 min — UA Freunde guter Musik e.V. Berlin für Saxophon, spielergesteuerte Liveelektronik und Tonband Saxophon Ulrich Krieger

centaury — 55 min — UA Parchoialkirche Berlin

1997

aspen — 10 min — UA Kirche zum heiligen Kreuz Berlin für Saxophonquartett — Saxophon Berliner Saxophonquartett

clematis — 19 min — UA Kirche zum heiligen Kreuz Berlin für 8 kanal Tonband

white chestnut — 24 min — UA Kunsthaus el garden infernale Berlin für Stromflöte und 8 kanal Tonband

honeysuckle — 23 min — UA Kunsthaus Flora Berlin für Stromflöte und 8 kanal Tonband

1996

dmitries letzter marsch — 23 min — UA Podewil Berlin für Tonband, Video und Licht Video David Althammer

1995

no|tek|no — 15 min — UA Kunstgewerbemuseum Berlin für Tonband und Licht

1992

klavierstück#2 — 15 min — UA Ballhaus Naunystraße Berlin für Klavier

1989

faint confused cries in my head — 16 min — UA Festhalle Viersen für electro-Orchester

1988

hubaA! — 16 min — UA Folkwanghochschule Essen für Synthesizer mit Breathcontroller Synthesizer mit Breathcontroller Michael Maria Ziffels weitere Aufführungen u.a. Skulpturenmuseum Marl, Festhalle Viersen, Künstlerbahnhof Westend Berlin

1987

atü — 5 min — UA evangelische Kirche Essen-Werden für Trompete Berliner Erstaufführung: Museum für Kommunikation

der süssliche duft der sirene — 8 min — UA evangelische Kirche Essen-Werden für Altstimme

selbstportrait mit brille — 16 min — UA Folkwanghochschule Essen für 4 Schallwandler und Licht | Realisation @ Studio für elektronische Musik, Essen

1986

komposition#1 — 15 min — UA Folkwanghochschule Essen für 4 Schallwandler | Realisation @ Studio für elektronische Musik, Essen

lumis in — 15 min — UA Folkwanghochschule Essen für 4 Schallwandler | Realisation @ Studio für elektronische Musik, Essen

karawane — 10 min für Chor | Text: Hugo Ball

1985

giddy — 15 min — für Ensemble

das erfolgreiche bestreben, perfekt zu sein — 16 min — UA Folkwanghochschule Essen für Orgel, Registranten und Schlagzeug

1984

Klaviermusik#1 — 15 min — UA de Ijsbreker Amsterdam für Klavier

das große Welttheater — 60 min — UA Mädchengymnasium Viersen Theatermusik für die Junge Bühne Viersen






Zusammenarbeiten:

Musik plus

  • Christian Wolz + Michael Maria Ziffels 1999 : »auditive diagnose«
  • René Hirschfeld + Michael Maria Ziffels : »electric Tango«
  • Götz Müller-Zimmermann + Michael Maria Ziffels: »Frauenträume«


::: es ist ein Landeanflug, ein rascher, durch die Atmosphäre hindurch, durch Stickstofforkane, die Konsolen blinken, Sensoren werfen Zahlenkolonnen auf die Bildschirme, endlose Reihen von Ziffern, eine nach der anderen gemeinsam zu Flußdiagrammen und Turbulenzprofilen, die über Displays huschen, die neben den Piloten auffahren, kleine Tastaturen, auf die Daten für die Energiefelder eingegeben werden, die die Landeeinheit im Sinkflug schützen, während sie hin und her geworfen wird, Fiepen verkündet Turbulenzfelder immer weiter, die Hände zittern etwas, auf den Steuerfeldern, die Augen sind auf den Leitstrahl gerichtet, der von der Station stammt und den Flugkorridor festlegt, das Signal des Lotsen, während in der Station das Menue serviert wird, bunte Fische in Aquarien treiben und die Getränke in den Gläsern perlen, mit Blasen die sich aufwerfen und wie Galaxien vergehen und entstehen, winzige Universen, zufällig verteilt gleich den eisigen Nebeln, die über die Bergkanten ziehen und in dem schroffen Fels Myriaden von Farben werfen, ein Farbenspiel das durchbrochen wird von den Scheinwerfern der Kc-7895-C11, die herabsinkt, sie warten, die vielen in der Halle, deren Dach durchsichtig ist, ein Menuett vertreibt die Zeit, man tanzt zu dem Rhythmus des pulsierenden Lichts, das in dem Glasdach die Ankunft des Landesegmentes symbolisiert, die Füße wirbeln auf dem Boden, immer schneller und schneller, das Segment rüttelt in den Plasmastürmen, auf den Tabletts werden die Gläser fortgetragen, ein Wischroboter tastet sich den Flur entlang, jedesmal wenn er die Richtung ändert, haben ihn seine Tasthaare Hindernisse gemeldet, eine feuchte, mattglänzende Spur bleibt zurück, in der sich die Lichter des Ganges spiegeln, der Roboter fährt vor und zurück, eine rasche Drehung, eine Pirouette, die Tasthärchen flimmern, dann ruckt die Maschine an, ein lautloses Flitzen, das einen glänzenden Streifen zurückläßt, aus einem Paternoster steigen Uniformierte, hinter Glas gleitet die Landehalle vorbei, die Tore stehen offen, Eis glitzert auf dem Boden, die Sitze der Piloten werden in die Waagerechte gefahren, die Instrumente vermelden akustisch das Nahen des Bodens, als wäre es die Herzrhythmuskurve die das Treiben in den Sphären im Samadhitank begleitet, im Saal ein aggravierter Tanz auf dem blanken Metall, über dem Bergkamm kippt der künstliche Horizont als das Landesegment eine Kurve ausfliegt, Waagerechte und Fadenkreuz gleiten in verschiedene Richtungen während der Druck in die Sessel preßt, eine wartende Hand streicht über die Pflanzen am Rande der Sessellandschaft des Saales, die Blüten schließen sich und öffnen sich wieder, als müßten sie sich vor dem Lufthauch schützen :::


Quellenkind für Orchester (2008)

nach einem Märchen von Robert Cremer

2. DIE ELFEN oder WEITE.

Wesen des Wassers und der lichten, bunten und alten Wälder. Fließend in Alter und Geschlecht erscheinen sie dem, der sie wahrzunehmen vermag. Wie das fließende Wasser im Bach sind sie immer gleich und doch immer neu. Sanftheit, Weichheit, Stetigkeit, Wahrhaftigkeit im Wandel beschreiben ihr Wesen. Ihre Weisheit besteht darin, dass es nicht eine feststehende Wahrheit gibt, sondern dass alles fließt, unbegrenzt ist und erfrischend. Sie stehen für Phantasie und Schönheit im Werden.

3. DIE KOBOLDE oder BEGRENZUNG.

Wesen der Berge und Höhlen. Sie leben nach klaren Regeln und in festgelegten Bereichen. Sie sind fest, ungelenkig und kurzsichtig. Sie mögen, was klar umgrenzt und hart, (an)faßbar und definiert ist. Sie stehen für Ordnung, Struktur, Trennung, Verstand und Begriff. Die Wahrheit ist fest und begreifbar. Man muß ihr dienen.





Vita


Michael Maria Ziffels

1967 in Viersen / Niederrhein geboren.

1989/84 Privatuntericht bei Gerhard Löffler — Klavier und Tonsatz

1983/85 Komponist der Jungen Bühne Viersen

1984/89 Studium Komposition & Musiktheorie — Folkwang Hochschule Essen

2000/01 Künstlerischer Leiter des Nachhall Festivals

2003 Künstlerischer Leiter des acute Wanderkonzert

Seit Kindertagen aktiver Sänger:

  • Kinderchor Rahser
  • Kantorei Viersen-Grefrat
  • Essener Kantorei
  • Zwölf Apostel Chor Berlin
  • Capella Kreuzberg

Förderungen:

  • 1999 Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
  • 2000 Deutscher Musikrat
  • 2001 Bezirksamt Kreuzberg
  • 2002 Bundeskulturstiftung
  • 2003 Stipendiat der Integra gGmbH

Michael Maria Ziffels studierte Komposition, Musiktheorie bei Nicolaus A. Huber und analoge- / digitale Klangsynthese an der Folkwang Hochschule für Musik in Essen.

Der Folkwang-Gedanke (Verbindung aller Künste) ist in seinen Werken allgegenwärtig. Seine stilistische Bandbreite reicht von Postmodernen Kompositionen, Ambient- und Noise-Environments, Multimedialer Oper über Lied, Film- und Kammermusik bis hin zu Pop. Seit den 80er Jahren beschäftigt er sich mit der Verbindung von Atem und elektronischer Klangerzeugung.

Neben Klavier und Synthesizer spielt er die vom ihm so genannte »Stromflöte«: ein MIDI-Windcontroller.

Seine Werke wurden bei vielen Theaterproduktion in Europa gespielt — u.a. in Salzburg, Berlin, Luxemburg und Prag.

Seit 1990 lebt und arbeitet er in Berlin. Er trat auf zahlreichen Festivals als Musiker, Performer und Medienkünstler in Erscheinung. Meist arbeitet Ziffels mit Künstlern anderer Genres zusammen — insbesondere mit Schauspielern, Videokünstlern und Autoren.




Konzerte...

...heute und gestern.

Amsterdam Ijsbreker • Berlin Podewil, Kirche zum heiligen Kreuz, Parchoialkirche, Kunstgewerbemuseum, Ballhaus, Traenenpalast, Kulturbrauerei, Pfefferberg, Künstlerbahnhof Westend, Kunsthaus Flora, SO36, TU Berlin • Brandenburg Industriemuseum • Marl Glaskasten Skulpturenmuseum • Salzburg Elisabethbühne • Viersen Festhalle


AKTUELLE PROJEKTE



PROJEKTE: Gesang der Schönheit 2009/13

für Chor, Solisten, Orgel und Orchester

Johannes vom Kreuz (1542 - 1591), spanischer Mystiker, (Kirchen-)Lehrer der Mystik, Reformer des Karmeliterordens, Seelsorger, Theologe und Dichter, Patron der spanischen Dichter. Johannes vom Kreuz wird als Sänger der Liebe wie des Nichts (nada) bezeichnet. Seine mystischen Erfahrungen hat er in Gedichten und deren Auslegungen für die Suchenden niedergeschrieben. u.a.: »Aufstieg zum Berg Karmel«, »Die Dunkle Nacht«, »Geistlicher Gesang«, »Lebendige Liebesflamme«.

In der heutigen Zeit, in der die Menschen nach heilender Erfahrung dürsten, in der die Frage nach Gott untrennbar verbunden ist mit der Suche nach der befreienden Erfahrung Gottes, in der dem Christentum zwar hoher Respekt wegen seiner sozial-karitativen Nächstenliebe gezollt wird, man die religiöse Sehnsucht aber in anderen meditativen Formen und Philosophien auslebt, in der auch mancher gläubige Christ in der Gewohnheit des Gottesdienstes keine innere Ansprache mehr findet und sich Müdigkeit und Zweifel ausbreiten, in dieser Zeit gibt Johannes vom Kreuz mit seinem Leben und seinen Schriften ein modernes und zugleich provozierendes Zeugnis: Gott kann erfahren werden!

Der wesenhaft verborgene Gott lässt sich finden von dem, der sich in die Verborgenheit wagt. Ein Wagnis ist dies fürwahr! Ein wegloser Weg, auf dem der Mensch sich aus Glaube und in Liebe selber lassen muss, durch dunkle Nacht zur Liebesvereinigung mit Gott. Hier in Gott erkennt der Mensch endlich sein eigenes Wesen, seine eigentliche Schönheit. Und mehr: Indem der Mensch seine eigene wahre Schönheit in der inneren Schau der Schönheit Gottes erkennt, erkennt er auch die wahre Schönheit der Schöpfung, aller Wesen und Dinge in ihr. Dann geschieht alles Tun des Menschen aus Liebe und in Liebe. Kontemplation und Aktion fallen hier zusammen. Darum besingt der Dichter in seinen Schriften den von ihm selbst gegangenen und erfahrenen Weg der inneren Suche nach Gott in der Kontemplation/Meditation, der immer in der konkreten Liebe des Alltags mündet. Das Leben Johannes vom Kreuz' war tatsächlich ein Leben voll konkreter Liebe.

In allen Schriften Juans "geht das eine Motiv durch: Nur dort, wo der Liebende den Augenaufschlag des Einzig-Geliebten sucht, sollen ihm die Augen aufgehen für all den Abglanz der Schönheit, den der Geliebte durch den Blick seiner Augen in der Welt hervorgebracht hat. Die Vermittlung zwischen Schönheit der Welt und Schönheit Gottes liegt in der Liebe zu Gott, die die Seele (...) Gott anverwandelt. Hier strömt das Wort "Schönheit" unaufhörlich aus Juans Feder, er ist wie berauscht davon:

»GOTT, laß uns zusammen hingehen, um uns in Deiner Schönheit zu sehen.
Dies will sagen, daß wir an Schönheit ähnlich sein sollen und daß dies in Deiner Schönheit geschehe, so, daß, wenn einer den anderen ansieht, Du allein in Deiner Schönheit erscheinst, und daß jeder den anderen in Deiner Schönheit erblicke, was dann geschehen wird, wenn Du mich in Deine Schönheit verwandelst.
Dann werde ich Dich schauen in Deiner Schönheit,
und Du wirst mich schauen in Deiner Schönheit;
und Du wirst mich in Dir sehen in Deiner Schönheit,
und ich werde mich in Dir sehen in Deiner Schönheit.
Und ich werde Du scheinen in Deiner Schönheit,
und Du wirst (m)ich scheinen in Deiner Schönheit,
und meine Schönheit wird Deine Schönheit sein,
und Deine Schönheit wird meine Schönheit sein,
und ich werde Du sein in Deiner Schönheit,
und wirst ich sein in Deiner Schönheit,
weil Deine Schönheit meine Schönheit sein wird.«
(Cantico 35,2)

Robert Cremer, Dipl-Theol.

PROJEKTE: Brecht mit Uns


Der Neid

Die Trägheit

Der Zorn

Flickr Photo Stream

die Sieben Todsünden und die Ursünde: die Sonderung

E i n e Münze kann immer nur e i n e n Klang haben. Der Klang ist nicht davon abhängig, auf welche Seite sie fällt — und es steht auch nicht in unserer Macht, dies zu regulieren. Wir können nur statistische Aussagen darüber machen, welche Seite die Münze «wählen» wird. Im allgemeinen «wählt» sie beide Seiten mehr oder minder gleich häufig. Wenn wir aber die Einheit hören — den einen Klang —, wenn wir mit diesem einen Klang ein-verstanden sind, dann (so sagt uns die Sprache) haben wir Ein-sicht gewonnen. Ein-sicht — das kann nur bedeuten: eine Sache als Eines sehen. Wir haben Ein-sicht, wenn wir die in allen Dingen verborgene Einheit erkennen. Wenn wir aber die beiden Seiten der Münze als zwei verschiedene Dinge wahrnehmen, machen wir die Einheit ent-zwei. Wir verlieren die Sicherheit — die Ein-deutigkeit — unserer Ein-sicht. Zwei-fel entstehen, und Zwei-fel nähren Ver-zwei-flung. Lauschen wir auch diesem Wort aufmerksam nach! Es bedeutet: eine Sache, die vorher Eines — ein Ganzes — gewesen ist, zu ver-zwei-fachen — was uns wiederum zu dem Wort ent- zwei führt. Auch zu unserer eignenen Ent-zwei-ung. Indem wir uns weiterhin von der Sprache tragen lassen, bemerken wir: Wer die Einheit ent-zwei-t, wer sie ver-zwei-facht, der sondert die Dinge voneinander. Aus diesem Wort sondern ist das Wort Sünde entstanden. Das also ist die Ur-Sünde: die Sonderung. Die Ent-zwei-ung der Einheit. Sie mag notwendig sein, aber: Sie bleibt — Sünde.

aus: »Das Dritte Ohr« von Joachim-Ernst Berendt


PROJEKTE: nachHALL Festival 2000/01

nachHALL 2000


Wie der Name des Festivals besagt, ist das Konzept die Auseinandersetzung mit der Idee des Halles, des Echos, der auditiven wie der visuellen Reverberationen im Raum und in der Zeit. Uns geht es in diesem Festival um eine Erweiterung der Seh,- und Hörgewohnheiten, um eine Aufbrechung traditioneller Konzertstrukturen, um eine den Zuschauer zum Vergleichen animierende Folge von Darstellungen und Interpretationen, letztendlich also um die Schaffung eines Simultan-konzertes ganz im Sinne des amerikanischen Künstlers John Cage. Dieses Jahr thematisieren wir eine Stelle aus den Metamorphosen von Ovid. Es handelt sich um die sinnbildliche Entstehung eines akkustischen Phänomens, des Echos. Die Geschichte der schwatzhaften, täuschenden Nymphe Echo und ihres tragischen Loses scheint uns ein angemessener Anfang zu sein, uns diesem Phänomen von der erzählerischen, mythologisierenden Seite her zu nähern. Physikalische Eigentümlichkeiten, denen der Mensch anfangs fassungslos gegenüber stand und die ihn noch immer beeindrucken (wem hat, beispielsweise, ein schönes Echo noch nicht sowohl Spass bereitet als auch einen Moment der Verwirrung gegeben? durch die Geschichte der Nymphe Echo gewinnt dieses Momentum an Tiefsinnigem, Verzauberndem), sie werden auch in den nächsten Festivals dem Publikum eine neue Art und Weise des Sehens und des Hörens nahe bringen. Der Aufbau und die Abfolge dieser verschiedenen Vorstellungen ist geplant als eine gegenseitig Bereicherung, Befruchtung der teilnehmen- den Künstler. Das bedeutet, dass es ohne weiteres möglich ist, Werke zu verändern, Teile hinzuzufügen, Stücke wegzulassen. Das auf drei Tage angelegte Festival sieht sich also als »work in progress« im wahrsten Sinne des Wortes. Das jeweilige Thema wird von allen Teilnehmern verfolgt, die durch diese Stringenz provozierte Konzentration verleiht der Veranstaltung ihre Energie. Wir haben ein Ensemble von Künstlern versammelt, das dieses Thema auf medien-übergreifende Art und Weise behandelt. Sie alle sind sich bewusst, dass »nachHALL« sowohl Möglichkeit ihrer individuellen Ausdrucksweise als auch workshop ist. Unser Ansinnen ist es, eine lebendige, spannende und für alle Beteiligten ausserordentlich inspirierende Veranstaltung zu kreeiren.
nachhall logo

nachHALL @synchron 2001


Wie die Schatten auf der Wand in Platons Höhlengleichnis sind die Aufführungen des zweiten @synchron — nachHALL 2001 Musikfestivals in Berlin Echo einer Welt, die scheinbar immer weiter auseinander driftet und in der trotzdem alle Strömungen zunehmend einander immer beeinflussen. Musiker und Performer aus Deutschland, USA und Australien werden im ballHAUS Naunystrasse vom 30. August bis zum 2. September Arbeiten präsentieren, die ein Widerhall einer Zeit sind, in der alle Maßstäbe und Klassifizierungen am Verschwinden sind und die Dinge im Moment, wie ein Mystiker des Mittelalters es ersehnt hatte, noch »nackt« sind. Was denn wahrhaft innovative Musik sei, dieses Postulat vergangener Jahrzehnte kann man kaum im Munde führen, Ethno, Popmusik in größter Vielfalt, Techno, Trance, Hip-Hop, Rap, Schlager, Country, Rock&Roll, Musical, alte Musik, Klassik, und regionale Überlieferungen stehen nebeneinander und erscheinen als Sample immer wieder in neuen Variationen. Gleichzeitig werden die künstlerischen Produktionsprozesse immer stärker von digitalen Verarbeitungswegen geprägt, die das umsetzen, was Avantgarde Jahrzehnte zuvor realisiert hatte: interactive music, multi media, video, live electronic u.a. Wie Komponisten aus so unterschiedlichen Kulturkreisen wie Deutschland, USA und Australien auf gesellschaftliche Situationen und Wandel reagieren und ihre Sprache stilistisch ausformen ist die künstlerische Fragestellung des @synchron — nachHALL 2001 Musikfestivals in Berlin.




Partitur Auschnitte







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Michael Maria Ziffels

Gneisenaustraße 42

10961 Berlin

post@michael-maria-ziffels.de

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Impressum:

Inhaber der Website: Michael Maria Ziffels, Gneisenaustraße 42, 10961 Berlin

Stand: 15-04-2014

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